Teichgebiet Maust

Mauster Teiche

Teichgebiet Maust

Rund 3 km südlich von Peitz liegt das Teichgebiet Maust. Es handelt sich hier um kein territorial abgeschlossenes Gebiet, sondern um eine Gruppe von Teichen, die nördlich des Dorfes bzw. bei der Maustmühle liegen. Zu ihm gehörten um 1850 folgende 7 Teiche:

Die Bewässerung der Teiche erfolgte damals wie heute über den Hammergraben, der im Bereich der Mauster Teiche immer noch seinen ursprünglichen Verlauf hat. Von dort wird das Wasser abgeschlagen und bespannt die Teiche von Osten nach Westen.

Die Mauster Teiche existieren heute noch. Es gab lediglich einige Veränderungen bei den Teichflächen und einige Umbenennungen. So bilden z.B. Müllers Lache und Lewanteich den heutigen Löwenteich.

Mauster Vorwerke

In Maust gab es gleich 2 Vorwerke, die zur Teichdomäne gehörten. Am westlichen Dorfrand gab es ein landwirtschaftliches Gut und im Süden eine Schäferei.

Vorwerk Maust

Das landwirtschaftliche Gut lag westlich der Dorfstraße. Die Böden waren hier etwas besser und auch nicht so nass, wie der Kossäten, die östlich der Dorfstraße lagen. Das Vorwerk war ein in sich abgeschlossener und eingezäunter Gutsbezirk mit dem Haus des Inspektors bzw. Verwalters, Wohnhäusern der Gutsarbeiter, Stallungen, Scheunen, Backhaus usw. Eine umfassende Geschichte des Vorwerkes ist 2019 in den Teichlandchroniken erschienen und hier zu finden.

Das Vorwerk bestand schon im Jahr 1554. Einer der ersten Vögte war 1652 Matthes HALLAGK. Das Mauster Vorwerk gehörte zunächst wie alle anderen ähnlichen Vorwerke dem Landadel, später dem brandenburgischen Kurfürsten bzw. preußischen König. Sie verpachteten das Vorwerk an wohlhabende Untertanen und zeitweilig auch an Mauster Kossäten. Erst in den 1770er Jahren wurde es auf Bestreben des Teichpächters Gottlob HUBERT in die Teichdomäne eingebunden. In dieser verblieb es bis zur Bodenreform in 09/1945.

Das landwirtschaftliche Gut existiert heute nicht mehr. Viele Gebäude wurde abgerissen und einige umgebaut. Auf der ehemaligen Gutsfläche stehen heute mehrere Einfamilienhäuser.

Schäferei Maust

Die Schäferei Maust lag am südlichen Dorfrand. An den einstigen Standort erinnert heute nur noch die Strassenbezeichnung An der Schäferei. Die Schäferei entstand ab 1778. Sie wurde durch den ehemaligen Teichpächter HUBERT aufgebaut und umfasste einen Viehbestand von rund 600 Tieren. Die Schäferei wurde im Zeitraum 1880-1930 wieder eingestellt. Heute ist das Areal mit Eigenheimen und dem Mauster Friedhof überbaut.