Teichgebiet Bärenbrück

Bärenbrücker Teiche

Teichgebiet Bärenbrück

Rund 7 km südöstlich von Peitz liegt das Teichgebiet Bärenbrück. Zu ihm gehörten um 1850 folgende 11 Teiche:

Die Bewässerung der Teiche erfolgte damals durch die Donau, ein vom Hammergraben abzweigendender und nach Osten verlaufender Graben. Die Verlaufsrichtung von West nach Ost gab diesem Graben seinen Namen, da diese Fließrichtung dem des Flusses Donau gleicht. Die Donau und Teile des alten Verlaufes des Hammergrabens gibt es heute nicht mehr. Sie mussten dem Tagebau Cottbus-Nord weichen oder wurden umverlegt. Eine weitere Wasserzuführung gab es von der Tranitz aus über den Tschuschkagraben. Heute erfolgt die Bespannung der Bärenbrücker Teiche über die Grubenwasserableiter des Tagebaues Jänschwalde.

Einige Teiche existieren heute nicht mehr. Die Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. Dazu gehören der Bullteich, Gartenteich, die beiden Leeskteiche und der Oberteich. Die anderen Teiche wurden zum Teil verändert.

Bärenbrücker Vorwerk

Vorwerk Bärenbrück

Am östlichen Dorfrand befand sich einst das Fischmeistergehöft. Eines der letzten Gebäude wurde 1735 gebaut. Teichknechte gab es aber schon vorher. Urkundlich erwähnt ist z.B. Jürgen FREYTAG im Jahr 1628. Vermutlich gab es an derselben Stelle auch einen Vorgängerbau. Die Scheune des Fischmeistergehöftes wurde um 1960 abgerissen. Der Abriss der restlichen alten Gebäude erfolgte Jahr 2009. Heute führt die Dorfstraße teilweise über das ehemalige Gehöft und auf dem Areal gibt es mit der Dorfstraße 24 und 24a zwei neue Wohnhäuser.

Bewohnt wurde das Fischmeistergehöft vom jeweiligen Teichknecht/ Teichwärter. Er kontrollierte z.B. die Hutungsrechte und er achtete auch darauf, dass keine Fische gestohlen wurden. Auch die Anleitung und Überwachung der von den Untertanen zu leistenden Teichdienste, gehörte zu seinen Aufgaben. Im Herbst war der Teichknecht/ Teichwärter natürlich auch beim Abfischen mit dabei.

Die Vorwerke Lacoma und Maust besaßen ebenfalls Hutungsrechte in den Bärenbrücker Teichen. Bei der Hutung wurde das Vieh in die abgelassenen und zwischenbegrünten Teiche getrieben. Die Teiche wurden nicht jedes Jahr bespannt und so gab es zusätzliche Weideflächen.

Die besondere Stellung des Teichknechts/ Teichwärters zeigte sich auch darin, dass er einen Eid ableisten musste. Der Teichknecht „saß aber gewissermaßen zwischen den Stühlen“ denn er wohnte im Ort und musste die Anforderungen des Pächters bei den Untertanen durchsetzen, dabei kam es auch zu verbalen Drohungen und Gewalt gegen ihn.

Bisher bekannte Teichknechte/ Teichwärter waren: